Quelle

Diesen Test finden Sie auch in dem Buch Fotobearbeitung mit Paint Shop Pro X

Testbilder herunterladen

digicam-test2-graustufen.tif (44 KB)

Das Testbild im TIF-Format (LZW-komprimiert) enthält das eingebettete Profil Gray Gamma 2,2

digicam-test2-raster.tif (268 KB)

Das Testbild im TIF-Format (LZW-komprimiert) simuliert die unterschiedlichen Graustufen per Dithering nur mit den Farben Schwarz und Weiß.

Darstellung der Testbilder

Bei Verwendung des Graustufen-Testbilds lassen sich realistische Ergebnisse nur bei Darstellung auf einem kalibrierten Monitor mit weitgehend linearer Helligkeitskennlinie und korrektem Gammawert erzielen (testen Sie dies hier). Andernfalls ermitteln Sie statt der Aufnahmecharakteristik der Kamera die Wiedergabecharakteristik des Monitors. Ob das Graustufen-Testbild auf einem LCD- oder Röhrenmonitor angezeigt wird, spielt keine Rolle.

Das Raster-Testbild ist für die Darstellung auf einem unkalibrierten LCD-Monitor gedacht. Es simuliert die unterschiedlichen Graustufen allein mit den Farben Schwarz und Weiß.Es muss unbedingt in 100%-Größe dargestellt werden. Für Röhrenmonitore eignet sich dieses Testbild nicht. Der Monitor-Schwarzpunkt darf nicht zu hell eingestellt sein: Regeln Sie (nur für diese Aufnahme!) die Helligkeit etwas herunter und den Kontrast herauf. Die Kamera muss manuell so stark unscharf eingestellt sein, dass die Rasterpunkte nicht mehr sichtbar sind.

Das Raster-Testblld ist auch für die Darstellung auf Mac-Systemen mit einem Gamma von 1,8 geeignet. Sie können auf einem solchen Mac-Rechner allerdings auch das Graustufen-Testbild verwenden, wenn Sie es mit einem farbmanagementfähigen Programm anzeigen.

Vom Ausdruck der Testbilder rate ich ab, da die Druckerkennlinien meist ebenfalls nicht linear sind und weitere Fehlerquellen wie Tonwertzuwachs hinzukommen.

Dynamikumfang und Aufnahmecharakteristik

SF Farbanzahl

Testbild (verkleinert). Klicken Sie auf das Bild, um eine neue Ansicht mit dem kompletten Testbild zu öffnen.

Das oben verkleinert abgebildete Testbild dient als Foto-Vorlage zur Ermittlung des Dynamikbereichs und der Aufnahmecharakeristik Ihrer Digitalkamera. Stellen Sie es in 100%-Ansicht auf einem Monitor dar und fotografieren Sie es formatfüllend mit Ihrer Digitalkamera.

Statt der Darstellung im Browser empfehle ich allerdings, sich die beiden Testbilder im TIF-Format herunterzuladen und in einem Bildbearbeitungsprogramm zu öffnen. Das aus Graustufen bestehende Testbild ist für die Darstellung auf einem kalibrierten Monitor mit linearer Helligkeitskennlinie gedacht, das Raster-Testbild für die Darstellung auf einem unkalibrierten LCD-Monitor. Beachten Sie dazu bitte die Hinweise im Kasten rechts.

Die Testbilder enthalten acht unterschiedlich helle Graufelder sowie Schwarz und Weiß. Die Grautöne haben untereinander einen Abstand von einer Belichtungsstufe (1 EV). Der jeweilige Abstand von mittlerem Grau (18% Helligkeit, Belichtungsstufe 0) ist auf den Balken angegeben. Insgesamt umfassen die Balken damit einen Kontrastbereich von 7 EV (entspricht 1:128), bei Einbeziehung des schmalen weißen Balkens von knapp 7,5 EV. Das Testbild hat eine durchschnittliche Helligkeit von 18%, so dass Sie bei der Nutzung von Belichtungsautomatik und Matrixmessung (möglichst ohne »Mittenbetonung«) stets richtig belichten – vorausgesetzt, Sie nehmen das gesamte Testbild inklusive des schwarzen Rahmens auf. Wie viel des grauen Randbereichs mit aufs Bild kommt, spielt für die Belichtung keine Rolle.

Auswertung

Am Ergebnis interessiert nicht das Foto, sondern dessen Histogramm. Es zeigt die genaue Lage der Belichtungsstufen der Kamera. Die unterschiedlich hellen Balken erzeugen im Histogramm acht Spitzen. Die größte sollte sich bei exakter Belichtung (in der nebenstehenden Abbildung das mittlere Histogramm) etwa in der Mitte befinden. Sie repräsentiert den Balken 0 und den grauen Randbereich. Damit diese »18%-Spitze« größer als die anderen wird (was die Identifizierung bei weiteren Tests erleichtert), sollten Sie stets ein wenig vom grauen Rand mit fotografieren.

Die Lage der Spitzen muss mit der theoretischen Lage der EV-Stufen im Histogramm (gelbe Linien) nicht völlig übereinstimmen. Viele Kameras nehmen intern eine Kontrasterhöhung vor, die links liegenden Spitzen sind dann weiter nach links, die rechts liegenden nach rechts verschoben. Schwarz und Weiß aus dem Testbild werden idealerweise gerade eben von der Clipping-Warnung erfasst. Im Histogramm erscheinen sie als kleinere, halb abgeschnittene Spitzen ganz an den Enden.

Der Motiv-Kontrastumfang von 7,5 EV sollte auch für billige Kompaktkameras kein Problem sein. Um den Dynamikumfang auszutesten, verschieben Sie einfach die Belichtung schrittweise hin zu kürzeren Belichtungszeiten. Wenn bei einer Belichtungskorrektur von -2 EV die am weitesten links liegenden Spitzen (-4 und -5) noch voneinander und von Schwarz unterscheidbar sind (machen Sie die Probe am Foto: auch hier sollte der Balken »-5« noch von Schwarz unterschiedliche Tonwerte aufweisen), hat die Kamera einen Dynamikumfang von mindestens 9,5 EV, was schon ein recht guter Wert ist. Für die Dynax 7D ermittelte ich auf diese Weise einen Dynamikbereich von ca. 9 EV.